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Historisch vorbelastet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lars   
Montag, den 30. Mai 2016 um 15:59 Uhr

Darf man von überall Postkarten schicken? Darf man jedes Motiv auf Postkarten bannen? Wo sind die Grenzen?

Im Falle von Auschwitz sind die Postkartenmotive oft nur schwer zu ertragen. Und die Banalität und Alltäglichkeit der Texte, die auf der Adressseite zu lesen sind, lassen oftmals am Geschmack und Taktgefühl der Grüssenden zweifeln. Andererseits: Sollte der Alltag und alltägliches wie Grüsse-Versenden wirklich aus Auschwitz verbannt sein für immer?

Paweł Szypulski Buch «Greetings from Auschwitz» gibt keine Antworten auf diese Fragen. Aber die Sammlung von mehreren Dutzend Ansichtskarten, die von Besuchern aus der Konzentrationslager-Gedenkstätte in alle Welt verschickt wurden, regt zum Nachdenken an. Die älteste Karte wurde bereits 1947 verschickt. Schon damals ging es um eine private Kurznachricht.

Szypulski erklärte gegenüber der NZZ (Artikel vom 23. Mai 2016), dass er das Verhalten der Zeugen des Verbrechers analysiere. Es gehe nicht um Verurteilung. Die Postkarten seien eher Ausdruck von Unbedarftheit oder Routine, die Sicherheit vermitteln könne.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Mai 2016 um 16:05 Uhr
 
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